
Der älteste Fund, der auf das Färben von Lippen hindeutet, stammt zwar aus dem Jahr 3500 vor Christus, allerdings gilt 1883 als das offizielle Geburtsjahr des Lippenstifts. Damals gelang es zwei Pariser Parfumeuren, rote Pomade mit Bienenwachs, Rizinusöl und Hirschtalg zu festigen.
Auf der Weltausstellung im Amsterdam, die am 1. Mai 1883 begann, stellten sie den „Stylo d’Amour“ vor. Das in Papier gewickelte „Würstchen“ – auch respektlos „saucisse“ genannt - rötete die Lippen auf teure Weise: Umgerechnet kostete ein solcher Stift circa 50 Euro und hatte nicht annähernd die Qualität von heute. Die damals berühmte Schauspielerin Sarah Bernhardt stellte sich für Werbezwecke zur Verfügung und nannte ihn den „Zauberstab des Eros“. Ihr fiel es auch ein, sich mit einem Dachshaarbürstchen die Lippen zu schminken, lange bevor der Lippenpinsel eingeführt wurde.
1948 wurde die praktische Dreh-Mechanik, mit der man den Lippenstift in einer Hülse rauf- und runterdrehen kann, in Amerika entwickelt. Da war der Lippenstift längst zum täglichen Gebrauchsgegenstand geworden.
In diesem Jahr kam in London erstmals auch ein Lippenkonturenstift auf den Markt.

Seit 1950 gibt es, erfunden von Hazel Bishop, den modernen Lippenstift auf Lanolin-Basis.
Mittlerweile gehört der Lippenstift mit zu den meist verwendeten Verschönerungsrequisiten. 16 Millionen Frauen zwischen 14 und 64 Jahren benutzen ihn nach neuesten Umfragen täglich. Damit hat er sich im Laufe der letzten 125 Jahre zum beliebtesten Begleiter der Damenwelt entwickelt.
Was haltet eigentlich ihr Männer davon? Würde mich interessieren was ihr über die Rot bestrichenen Lippen denkt.
Red Kisses
Domenique